Neu im November

Ab dem 27.11.2020 ist die neue Aus­ga­be Reit­Kul­tur 12 im Pres­se­han­del. Abon­nen­ten erhal­ten das Heft immer eini­ge Tage frü­her und spa­ren 20%
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wei­ter­le­sen

Reit­Kul­tur 12 – Aus dem Inhalt

 06 Plä­doy­er

Die gesun­de Dosis Genuss­ga­lopp    Galopp ist ein Mei­len­stein auf dem Weg zum har­mo­ni­schen Rei­ten. Doch oft ist die­ser Weg hart gepflas­tert mit Stress, Dys­ba­lan­cen und der Angst, dem Pferd zu scha­den. Neh­men wir ein­fach sei­ne Talen­te und Gren­zen als Leit­plan­ken – dann bil­det sich der Galopp ganz natür­lich aus, plä­diert Klas­sik­aus­bil­de­rin Anja Beran.

 

14 Zehn Fra­gen  zu Stel­lung und Mit­tel­ga­lopp als Schlüs­sel

Guter Galopp von Ver­stär­ken bis Ver­sam­meln ist ein­fach – sobald wir unser Pferd kor­rekt stel­len kön­nen. Wie wir Stel­lung als Schlüs­sel ein­set­zen, damit das äuße­re Hin­ter­bein tat­kräf­tig unter­stützt, lehrt Reit­meis­ter Gert Schwabl von Gor­don nach der klas­si­schen Reit­vor­schrift.

 

18  Bio­gra­fie

„Galopp hat mehr Vor­tei­le als Trab“ fin­det Julie von Bis­marck. Wenn sie Pfer­de sieht, die nie­mals die Reit­hal­le ver­las­sen dür­fen und unter ihren Rei­tern am liebs­ten schrei­en wür­den, kann sie nicht schwei­gen. Und reist seit 20 Jah­ren durch die Welt, um als Osteo­path­in und Aku­punk­teu­rin die Fol­gen fal­schen Trai­nings zu behe­ben.

 

26  Trai­nings­psy­cho­lo­gie

Schlim­me Wech­sel­pan­nen, gute Ritua­le

Wie wir Pfer­den den flie­gen­den Galopp­wech­sel freund­lich bei­brin­gen, statt ihre Feh­ler zu bestra­fen: Klas­sik­aus­bil­der Horst Becker unter­stützt Rei­ter Schritt für Schritt – und löscht „Galopp­wech­sel“ aus ihren Gedan­ken.

 

32  Klas­sik im Ver­gleich

Kommt die Pia­f­fe vor dem Galopp?   Erst ver­sam­meln, dann galop­pie­ren – das hal­ten vie­le für klas­sisch-barock. Frisch vor­wärts im Galopp geht der Weg zur Ver­samm­lung, pro­kla­mie­ren dage­gen die Cam­pa­gne­rei­ter nach der H.Dv.12. Doch sogar Alt­meis­ter Gué­ri­niè­re wuss­te, dass es zwi­schen die­sen Extre­men eine Wahr­heit gibt, die sich am Pfer­de­typ ori­en­tiert.

 

42  Ana­ly­se

Pirou­et­te – der Prüf­stein für Ver­samm­lung

Mogeln unmög­lich: Die Galopp­pi­rou­et­te ist höchs­te Reit­kunst, die man nicht kau­fen kann. Wie man sie sich erar­bei­tet, schil­det Aus­bil­de­rin Elke Potucek-Puscha nach den Prin­zi­pi­en des Reit­in­sti­tu­tes Egon von Nein­dorff und der Wie­ner Hof­reit­schu­le.

 

48  Reit­Kul­tur trifft The­ra­pie

Vom Gesund­heits­fak­tor „Natur­ga­lopp“

Wie wirkt Galopp auf Seh­nen, Gelen­ke, Mus­keln? Wann nutzt er dem Bewe­gungs-ablauf, und wann macht er Pfer­de lahm? Klas­sik­aus­bil­der Knut Krü­ger und Tier­arzt Gerd Heu­sch­mann gehen der schwung­volls­ten Gang­art auf den Grund – als Exper­ten-gespann aus Trai­ning und Bio­me­cha­nik.

 

54  Kolum­ne „Klas­sisch gesund rei­ten“

War­um Pfer­de sich im Galopp  so oft ein­rol­len

Die Hand muss dem Nicken des Pfer­de­kopfs fol­gen. Nicht nur im Schritt, son­dern genau­so im Galopp. Aber da macht es kaum einer – des­halb sieht man so vie­le Nasen hin­ter der Senk­rech­ten, die den Galopp­rhyth­mus zer­stö­ren, kri­ti­sie­ren Dr. Kath­rin Kien­ap­fel-Hen­se­leit und Pro­fes­sor Hol­ger Preu­schoft.

 

58  Zurück in die Zukunft

Legen­dä­re Vor­bil­der für feins­te Galop­p­hil­fen 

Galopp ist Leicht­heit in Voll­endung, vor allem bei Rei­tern, die kei­ne Kraft ein­set­zen kön­nen oder wol­len: der Schwei­zer Hen­ri Chamm­ar­tin, Künst­ler der flie­gen­den Wech­sel. Die Dänin Lis Har­tel, die trotz Polio­läh­mung Olym­pia-Sil­ber hol­te. Und Para-Meis­te­rin Han­ne Bren­ner, die ihre Bei­ne nicht bewe­gen kann.

 

68  Reit-Pra­xis

Mehr Mut zum frei­en Mit­schwin­gen

Der Galopp trai­niert Rumpf­mus­ku­la­tur und Kör­per­form so inten­siv wie kei­ne ande­re Gang­art – bei Pferd und Rei­ter. Reit­leh­re­rin und Diplom-Päd­ago­gin Sibyl­le Wie­mer, Ehren­mit­glied der Éco­le de Légè­re­té, schwört des­halb auf Galopp und macht Mut mit Übun­gen für Gelän­de und Reit­bahn.

 

71  Klas­sik im Bücher­schrank

Gus­tav Stein­brecht: „Das Gym­na­si­um des Pfer­des“

47 Sei­ten über Galopp, kein ein­zi­ges Bild – und unzäh­li­ge wert­vol­le Aha-Effek­te über die herr­lichs­te aller Gang­ar­ten. Eine ganz per­sön­li­che Erin­ne­rung an ein Meis­ter­werk von 1884.

 

74  Meis­ter-Klas­se

Fas­zi­na­ti­on Galopp … nicht ein­mal Flie­gen ist schö­ner

Wir kön­nen unse­ren Pfer­den im Her­zen dank­bar sein für das gro­ße Geschenk, wel­ches sie uns mit dem Galopp machen: über der Erde zu schwe­ben im rhyth­mi­schen Pul­sen die­ser himm­li­schen Gang­art. Reit­his­to­ri­ker Wer­ner Posch­ar­nigg spürt Mei­len­stei­ne auf von Pega­sus bis zur Pirou­et­te.

 

80  Alte Meis­ter, for­sche Geis­ter

Von Cour­bet­te, Mezair und der Kampf­kunst

War­um flie­gen­de Wech­sel dem Pferd wenig nut­zen, aber die Pas­sa­de wert­voll für sei­ne Gym­nas­ti­zie­rung ist: Julika Taberts­ho­fer erar­bei­tet his­to­ri­sche und moder­ne Galopp­lek­tio­nen in der Aka­de­mi­schen Reit­wei­se – mit Barock­ras­sen eben­so wie mit Reit­po­ny oder Quar­ter­hor­se.

 

88   Die gro­ßen Klas­sik-Coa­ches

Was wür­den alte Meis­ter sagen, wenn …

sie eine Defi­ni­ti­on vom ech­ten Rei­ter lie­fern müss­ten? Sie wür­den ihn am Gefühl für den Galopp fest­ma­chen, denn Gué­ri­niè­re, Plu­vi­nel und Stein­brecht sehen den Galopp als eben­so anspruchs­vol­le wie wich­ti­ge Gang­art zur Gym­nas­ti­zie­rung, wie sie Anna Eichin­ger ver­ra­ten.

 

98  Kolum­ne „Berans Kul­tur-Bot­schaft“

Galopp­wech­sel – ein­ge­trich­tert, abge­spult, arm­se­lig

Der Abstieg einer Traum­lek­ti­on vom sinn­vol­len Hand­werk zur stu­pi­den Abrich­tung.

Reit­Kul­tur 12 – Aus dem Inhalt

 06 Plä­doy­er

Die gesun­de Dosis Genuss­ga­lopp    Galopp ist ein Mei­len­stein auf dem Weg zum har­mo­ni­schen Rei­ten. Doch oft ist die­ser Weg hart gepflas­tert mit Stress, Dys­ba­lan­cen und der Angst, dem Pferd zu scha­den. Neh­men wir ein­fach sei­ne Talen­te und Gren­zen als Leit­plan­ken – dann bil­det sich der Galopp ganz natür­lich aus, plä­diert Klas­sik­aus­bil­de­rin Anja Beran.

14 Zehn Fra­gen  zu Stel­lung und Mit­tel­ga­lopp als Schlüs­sel

Guter Galopp von Ver­stär­ken bis Ver­sam­meln ist ein­fach – sobald wir unser Pferd kor­rekt stel­len kön­nen. Wie wir Stel­lung als Schlüs­sel ein­set­zen, damit das äuße­re Hin­ter­bein tat­kräf­tig unter­stützt, lehrt Reit­meis­ter Gert Schwabl von Gor­don nach der klas­si­schen Reit­vor­schrift.

18  Bio­gra­fie

„Galopp hat mehr Vor­tei­le als Trab“ fin­det Julie von Bis­marck. Wenn sie Pfer­de sieht, die nie­mals die Reit­hal­le ver­las­sen dür­fen und unter ihren Rei­tern am liebs­ten schrei­en wür­den, kann sie nicht schwei­gen. Und reist seit 20 Jah­ren durch die Welt, um als Osteo­path­in und Aku­punk­teu­rin die Fol­gen fal­schen Trai­nings zu behe­ben.

26  Trai­nings­psy­cho­lo­gie

Schlim­me Wech­sel­pan­nen, gute Ritua­le

Wie wir Pfer­den den flie­gen­den Galopp­wech­sel freund­lich bei­brin­gen, statt ihre Feh­ler zu bestra­fen: Klas­sik­aus­bil­der Horst Becker unter­stützt Rei­ter Schritt für Schritt – und löscht „Galopp­wech­sel“ aus ihren Gedan­ken.

32  Klas­sik im Ver­gleich

Kommt die Pia­f­fe vor dem Galopp?   Erst ver­sam­meln, dann galop­pie­ren – das hal­ten vie­le für klas­sisch-barock. Frisch vor­wärts im Galopp geht der Weg zur Ver­samm­lung, pro­kla­mie­ren dage­gen die Cam­pa­gne­rei­ter nach der H.Dv.12. Doch sogar Alt­meis­ter Gué­ri­niè­re wuss­te, dass es zwi­schen die­sen Extre­men eine Wahr­heit gibt, die sich am Pfer­de­typ ori­en­tiert.

42  Ana­ly­se

Pirou­et­te – der Prüf­stein für Ver­samm­lung

Mogeln unmög­lich: Die Galopp­pi­rou­et­te ist höchs­te Reit­kunst, die man nicht kau­fen kann. Wie man sie sich erar­bei­tet, schil­det Aus­bil­de­rin Elke Potucek-Puscha nach den Prin­zi­pi­en des Reit­in­sti­tu­tes Egon von Nein­dorff und der Wie­ner Hof­reit­schu­le.

48  Reit­Kul­tur trifft The­ra­pie

Vom Gesund­heits­fak­tor „Natur­ga­lopp“

Wie wirkt Galopp auf Seh­nen, Gelen­ke, Mus­keln? Wann nutzt er dem Bewe­gungs-ablauf, und wann macht er Pfer­de lahm? Klas­sik­aus­bil­der Knut Krü­ger und Tier­arzt Gerd Heu­sch­mann gehen der schwung­volls­ten Gang­art auf den Grund – als Exper­ten-gespann aus Trai­ning und Bio­me­cha­nik.

54  Kolum­ne „Klas­sisch gesund rei­ten“

War­um Pfer­de sich im Galopp  so oft ein­rol­len

Die Hand muss dem Nicken des Pfer­de­kopfs fol­gen. Nicht nur im Schritt, son­dern genau­so im Galopp. Aber da macht es kaum einer – des­halb sieht man so vie­le Nasen hin­ter der Senk­rech­ten, die den Galopp­rhyth­mus zer­stö­ren, kri­ti­sie­ren Dr. Kath­rin Kien­ap­fel-Hen­se­leit und Pro­fes­sor Hol­ger Preu­schoft.

 

58  Zurück in die Zukunft

Legen­dä­re Vor­bil­der für feins­te Galop­p­hil­fen 

Galopp ist Leicht­heit in Voll­endung, vor allem bei Rei­tern, die kei­ne Kraft ein­set­zen kön­nen oder wol­len: der Schwei­zer Hen­ri Chamm­ar­tin, Künst­ler der flie­gen­den Wech­sel. Die Dänin Lis Har­tel, die trotz Polio­läh­mung Olym­pia-Sil­ber hol­te. Und Para-Meis­te­rin Han­ne Bren­ner, die ihre Bei­ne nicht bewe­gen kann.

 

68  Reit-Pra­xis

Mehr Mut zum frei­en Mit­schwin­gen

Der Galopp trai­niert Rumpf­mus­ku­la­tur und Kör­per­form so inten­siv wie kei­ne ande­re Gang­art – bei Pferd und Rei­ter. Reit­leh­re­rin und Diplom-Päd­ago­gin Sibyl­le Wie­mer, Ehren­mit­glied der Éco­le de Légè­re­té, schwört des­halb auf Galopp und macht Mut mit Übun­gen für Gelän­de und Reit­bahn.

71  Klas­sik im Bücher­schrank

Gus­tav Stein­brecht: „Das Gym­na­si­um des Pfer­des“

47 Sei­ten über Galopp, kein ein­zi­ges Bild – und unzäh­li­ge wert­vol­le Aha-Effek­te über die herr­lichs­te aller Gang­ar­ten. Eine ganz per­sön­li­che Erin­ne­rung an ein Meis­ter­werk von 1884.

74  Meis­ter-Klas­se

Fas­zi­na­ti­on Galopp … nicht ein­mal Flie­gen ist schö­ner

Wir kön­nen unse­ren Pfer­den im Her­zen dank­bar sein für das gro­ße Geschenk, wel­ches sie uns mit dem Galopp machen: über der Erde zu schwe­ben im rhyth­mi­schen Pul­sen die­ser himm­li­schen Gang­art. Reit­his­to­ri­ker Wer­ner Posch­ar­nigg spürt Mei­len­stei­ne auf von Pega­sus bis zur Pirou­et­te.

80  Alte Meis­ter, for­sche Geis­ter

Von Cour­bet­te, Mezair und der Kampf­kunst

War­um flie­gen­de Wech­sel dem Pferd wenig nut­zen, aber die Pas­sa­de wert­voll für sei­ne Gym­nas­ti­zie­rung ist: Julika Taberts­ho­fer erar­bei­tet his­to­ri­sche und moder­ne Galopp­lek­tio­nen in der Aka­de­mi­schen Reit­wei­se – mit Barock­ras­sen eben­so wie mit Reit­po­ny oder Quar­ter­hor­se.

88   Die gro­ßen Klas­sik-Coa­ches

Was wür­den alte Meis­ter sagen, wenn …

sie eine Defi­ni­ti­on vom ech­ten Rei­ter lie­fern müss­ten? Sie wür­den ihn am Gefühl für den Galopp fest­ma­chen, denn Gué­ri­niè­re, Plu­vi­nel und Stein­brecht sehen den Galopp als eben­so anspruchs­vol­le wie wich­ti­ge Gang­art zur Gym­nas­ti­zie­rung, wie sie Anna Eichin­ger ver­ra­ten.

98  Kolum­ne „Berans Kul­tur-Bot­schaft“

Galopp­wech­sel – ein­ge­trich­tert, abge­spult, arm­se­lig

Der Abstieg einer Traum­lek­ti­on vom sinn­vol­len Hand­werk zur stu­pi­den Abrich­tung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Aus dem Inhalt

06    Plä­doy­er

War­um Sei­ten­gän­ge prä­zi­se Kunst sind

.…und nichts, was das Pferd von sich aus spie­le­risch in der Natur zeigt, beschreibt Colo­nel Chris­ti­an Car­de, ehe­ma­li­ger Écuy­er en Chef in der fran­zö­si­schen Eli­te-Reit­schu­le, dem Cad­re Noir in Saumur. Doch er plä­diert auch dafür, die­se Kunst zu ler­nen und mit Respekt anzu­wen­den.

16   10 FAQs

…zu ech­ten Sei­ten­gän­gen statt eit­ler Show

Was haben Stel­lung und Schwung mit Sei­ten­gän­gen zu tun? Ziem­lich viel, wenn man sich an die klas­si­sche Reit­vor­schrift hält, sein Pferd kor­rekt aus­bil­det und Sei­ten­gän­ge nicht nur zum Selbst­zweck rei­tet. Gert Schwabl von Gor­don und Bian­ca Ries­kamp.

20   Mein Weg, mei­ne Meis­ter

Eine Schatz­kis­te vol­ler Sei­ten­gän­ge  

Aus ihrer Biblio­thek schöpft die Klas­sik­aus­bil­de­rin und Sitz­ex­per­tin Sibyl­le Wie­mer teils kon­tro­ver­ses Meis­ter­wis­sen, gleicht es täg­lich mit der Pra­xis ab und füllt so seit vier Jahr-zehn­ten ihre Schatz­kis­te wert­vol­ler Aha-Erleb­nis­se. Spe­zi­ell bei den Sei­ten­gän­gen lässt sie uns an der Evo­lu­ti­on ihrer per­sön­li­chen Erfah­run­gen im Ler­nen und Leh­ren teil­ha­ben

 28   Klas­sik im Bücher­schrank

Der Aus­bil­der, der das Aspi­rin erfand 

Kein ande­rer Spruch wur­de so berühmt wie das Bild vom Schulter­he­r­ein als Aspi­rin der Reit­kunst, das alles heilt. Viel­leicht trug es auch zur Berühmt­heit sei­nes Urhe­bers bei, Reit­meis­ter Nuno Oli­vei­ra. War­um verord-net er Pfer­den Schulter­he­r­ein & Co.?

34    Ana­ly­se

Sei­ten­gän­ge sind Schlüs­sel und Geschenk

.…um ein Pferd klas­sisch aus­zu­bil­den: Sie gym­nas­ti­zie­ren den Kör­per und machen es dem Pferd mög­lich, den Anwei­sun­gen des Rei­ters zu fol­gen. Doch sie wer­den heu­te oft ver­kannt, kri­ti­siert Anja Beran – weil sie teils falsch ange­wandt wer­den und weil vie­le nichts über ihre umfas­sen­de, sogar phy­sio­the­ra­peu­ti­sche Wir­kung wis­sen.

44    Bio­gra­fie

Fräu­lein Elkes Gespür für Spa­ga­te 

Bei Egon von Nein­dorff lernt Elke Potucek-Puscha elf Jah­re lang, schlau­er zu sein als das Pferd – der Reit­meis­ter schweigt und sat-telt die pas­sen­den Her­aus­for­de­run­gen für sie. Selbst Coro­na setzt der Klas­sik­trai­ne­rin kei-ne Gren­zen: Ein Robo­ter filmt ihre Schü­ler beim Reit­un­ter­richt aus dem Home­of­fice.

56    Weit­blick

3 moder­ne Mythen und 3 Klas­si­ker – über Chan­cen, Risi­ken, Anwen­dung der Sei­ten­gän­ge

Sozia­le Medi­en wie Face­book sind ein Tum­mel­platz für Fehl­an­nah­men über das Rei­ten. Dag­mar Cio­lek stell­te fest, dass sich um die Sei­ten­gän­ge diver­se Irr­tü­mer zu wah­ren Mythen ver­selbst­stän­digt haben. Sie setzt bewähr­tes Wis­sen von Stein­brecht, Seunig und Pod­ha­js­ky dage­gen.

62    Reit­Kul­tur trifft The­ra­pie

So sta­bi­li­sie­ren wir Pfer­de gegen die Schwer­kraft

Für gesun­de Pfer­de sind Sei­ten­gän­ge eine koor­di­na­ti­ve Höchst­leis­tung, bei der sich der Kör­per an die Her­aus­for­de­rung anpasst. Beim schwä­che­ren Pferd besteht Gefahr, dass es die hohe Belas­tung nicht kom­pen­sie­ren kann, son­dern ermü­det und blo­ckiert. Der Bewe­gungs­ex­per­te Ste­fan Stammer warnt des­halb vor Über­for­de­rung. 

70    Reit-Pra­xis

Sei­ten­gän­ge, der Sitz und ein Stück But­ter 

Ohne Schulter­he­r­ein, Krup­pe­he­r­ein und ihre Kont­er­lek­tio­nen kein gera­des, ver­sam­mel­tes und gesun­des Reit­pferd. Andrea Lipp baut Sei­ten­gän­ge des­halb getreu der Wie­ner Leh­re gleich nach der Remon­ten­schu­le ein. Ihr Appell: Rei­tet Sei­ten­gän­ge nicht in Ehr­furcht ver­krampft, denn dank inne­rer Bil­der sind sie leich­ter, als ihr denkt!

78    Meis­ter-Klas­se

Als Schulter­he­r­ein noch Winckel hieß  

Die baro­cken Meis­ter nutz­ten in der Reit­bahn die Sei­ten­gän­ge – ange­fan­gen bei einer Lek­ti­on namens Can­ton oder Winckel, die als Arka­num, als Geheim­mit­tel ver­schrie­ben wur­de. Doch der Alchi­mist, der sie erfand, hieß nicht Gué­ri­niè­re, son­dern Gio­van­ni Bat­tis­ta Con­te di Gali­ber­to.

84    Alte Meis­ter, for­sche Geis­te

Behän­de vom Nah­kampf zur Reit­kunst

Als Rei­ten noch kein Frei­zeit­ver­gnü­gen war, zähl­ten Sei­ten­gän­ge zu den Manö­vern des Kamp­fes, mach­ten Pfer­de geschickt und wen­dig. Reit­meis­ter seit dem Duke of New­cast­le grif­fen die­sen Ein­satz­zweck auf, ver­fei­ner­ten ihn – und heu­te lässt die Aka­de­mi­sche Reit­kunst ihn auf­le­ben. Julika Taberts­ho­fer geht auf Spu­ren­su­che. 

92    Die gro­ßen Klas­sik-Coa­ches

Was wür­den alte Meis­ter sagen, wenn…

…sie moder­nen Rei­tern in die Sei­ten­gän­ge hel­fen müss­ten? Anna Eichin­ger hat recher­chiert, dass die­se erha­be­nen Lek­tio­nen – unter Bewah­rung der Schub­kraft – zum päd­ago­gi­schen Meis­ter­kon­zept gehör­ten wie Ruhe und Beson­nen­heit, die Aus­bil­dung des Vor­wärts und die Ver­bes­se­rung der Trag­kraft.

98    Kolum­ne „Berans Kul­tur-Bot­schaft“

Nach­hal­tig rei­ten im Sei­ten­gang  

Wenn Tra­ver­sa­len auf Tur­nier­plät­zen heu-te mit Schwe­be­pha­sen statt ech­ter Ver­samm-lung daher­kom­men, schril­len bei Anja Beran  die Alarm­glo­cken. Sie for­dert: Taucht in den gym­nas­ti­schen Wert der Lek­tio­nen ein, statt euch von spek­ta­ku­lä­rem Kreu­zen und schnel­lem Pro­fit blen­den zu las­sen.